Adventsingen

Chronik

1998–1999

Erstmals hatte am 28.11.1998 der Trachtenverein ein Adventsingen mit Hirtenspiel unter der Gesamtleitung von Karl Trellinger im Waitzinger Keller veranstaltet. Walter Kohlhauf studierte die Herbergssuche und ein Hirtenspiel mit den Schülern der Hauptschule Miesbach ein. Sprecher war Walter Zainer.

Die von Walter Zainer 1999 vorgetragenen Texte gingen auf die Bedeutung des Fests in der heutigen Zeit ein. Das Hirtenspiel der Jugendlichen und ihre musikalischen Einlagen begeisterten das Publikum.

2000–2001

Volksmusikwart Fred Kölbl konnte 2000 für den Abend Caroline Koller vom ORF-Landesstudio Salzburg verpflichten. Für die rechte Stimmung sorgten die Alpbacher Bläser, die Ausseer Bradlmusi, die Hirschberg Zithermusi, die Höllberg Stubenmusi, die Isarwinkler Sängerinnen, der Sölker Viergesang und das Hirtenspiel der Hauptschule Miesbach unter Leitung von Walter Kohlhauf.
Diese Veranstaltung sendete das ORF-Landesstudio Salzburg.

Auch 2001 war der Waitzinger-Keller bis zum Bersten voll besetzt. Das kurzweilige Programm aus besinnlicher Musik, feinsinniger Moderation von Caroline Koller und spannend inszeniertem Hirtenspiel endete für alle viel zu bald. (Foto: Lindmair Dreigsang)

2002–2003

Bereits vor Öffnung der Vorverkaufsstelle Textil + Betten Thoba warteten 2002 sehr viele Leute, um Eintrittskarten für gute Plätze zu ergattern. Auf einer prachtvoll dekorierten Bühne sangen und musizierten namhafte Gruppen. Caroline Koller las mit ruhiger Stimme Gedichte und Verserl in Mundart. Mit besonderem Engagement führten die Kinder das Krippenspiel auf.

Wieder zwei besinnliche Stunden bescherten die mitwirkenden Gruppen 2003 den Zuhörern und gaben dabei jedem von ihnen etwas mit auf den Weg. Elisabeth Rehm bereicherte das Musikprogramm mit nachdenklich stimmenden Texten, die sie größtenteils selbst verfasst hat.

Die Zuschauer sangen zum Abschluss gemeinsam „Es wird scho glei dumpa“ und bedankten sich mit viel Applaus.

2004–2006

2004 war die Bühne in gedämpftes Licht getaucht. Bäume und Fichten stellten eine schöne vorweihnachtliche Dekoration dar. Sprecherin Elisabeth Rehm-Wank erzählte Geschichten zur staaden Zeit. Obwohl die Besinnlichkeit im Vordergrund stand, konnten die Zuhörer beim Hirtenspiel auch lachen.

Elisabeth Rehm-Wank reicherte als Sprecherin 2005 den Abend mit Erzählungen und Überlieferungen an. Walter Kohlhauf hatte mit einer Schar Buben und Mädchen ein Hirtenspiel einstudiert, das sich immer wieder zwischen Gesangs- und Musikgruppen schob.

Caroline Koller ließ 2006 mit ihren Gedichten und Versen, ihren Alltagsgeschichten und Erzählungen eine heimelige und doch wirklichkeitsnahe Stimmung aufkommen. Das Hirtenspiel wurde von den Hauptschülern herzerfrischend vorgetragen.

2007–2008

Fünf Gruppen aus Tirol und dem Berchtesgadener Land, darunter u.a. „Die Gfierigen“, die Unterinntaler Volksmusikantinnen und die Bläser der Stadtmusik Wilten mit Peter Kostner, sind 2007 in die Kreisstadt gekommen um auf die Vorweihnachtszeit einzustimmen. Professor Dr. Peter Kostner führte mit passenden Texten durch den Abend. (Foto: Grassauer Blechbläser)

Die besinnlichen Stunden endeten mit dem gemeinsam gesungenen Andachtsjodler.

Peter Kostner begleitete das Publikum und die Mitwirkenden 2008 mit einfühlsamen und nachdenklichen Texten durch eine stimmungsvolle Abfolge von Musik und szenischen Darstellungen. Es spielten die Schauspieler des Trachtenvereins und der Hirtenspiel-Gruppe der Hauptschule. Die Verkündigung an die Hirten schmetterte ein Engel-Chor weiß gekleideter Schülerinnen von der Empore über die Bühne.

Auch 2009 führte Peter Kostner als Sprecher durch das Programm. Mit Texten von Karl Heinrich Waggerl und Anni Kraus brachte er das Publikum zu leisem Lachen, mit Nachdenklichem zum Innehalten. Seine Worte schufen Brücken zwischen den fein aufeinander abgestimmten Sänger- und Musikantengruppen und den eingestreuten Szenen des Hirtenspiels von Miesbacher Hauptschülern und Trachtlern. Luzifer gab mit vier schaurigen Hexen dem Herodes die Kindermord-Aktion ein.

Der gemeinsam gesungene Sterzinger Mettenjodler ließ die Gäste zurückkehren in den Vorweihnachts-Alltag, aus dem sie das Adventssingen entrückt hatte.

2010–2012

Durch den Abend 2010 führte Stefan Semoff, Moderator des Bayerischen Rundfunks. Er verknüpfte die Auftritte von fünf Gesangs- und Instrumentalgruppen mit dem traditionellen Hirtenspiel, das mit nachdenklichen und heiteren Texten von Hedi Heres, Anette Thoma oder Bertold Brecht inszeniert wurde.

 

 

 

 

 

 

 

Mit dem Haushamer Bergwachtgsang, der Bairer Saitenmusi, dem Ensemble Hans Berger, dem Grassauer Blechbläser-Quintett und dem Wiesberger Dreigsang aus dem Salzburger Land standen wieder erstklassige Gruppen auf der Bühne. Nach dem gemeinsam gesungenen „Es wird scho glei dumpa“ trugen die Gäste wie von Sprecher Stefan Semoff angeregt, „das kleine Licht, das Sänger und Musikanten angezündet hatten, hinaus in die Welt“.

Der Bayerische Rundfunk sendete Mitschnitte in seinen Volksmusiksendungen auf Bayern 1.

Einen Weihnachtswald hatte 1. Vorstand Stefan Baumgartner 2011 auf die Bühne gebaut. Vor dieser Kulisse schenkten die fünf Gesangs- und Musikgruppen, Hirtenspieler und Stefan Semoff ihrem Publikum einen Wohlfühlabend der besonderen Art.

2012 waren fünf Gruppen auf den Stufen einer großen Stadttor-Bühne untergebracht. Stefan Semoff verband alles mit Nachdenklichem und Heiterem, von einem Liedtext von 1550 über Kritisches von Ludwig Thoma sowie die „Mettensau“ von Josef Schlicht bis hin zu Heiter-Versöhnlichem von Herbert Schneider.

(Foto: Geschwister Pilstl)

2013

Die fünf Sänger- und Musikantengruppen, die Jungen Ramsauer Sänger (Foto), der Hamberger Viergsang, die Wiltener Holzbläser mit Peter Kostner, die Murnauer Geigenmusik, die fünf Hohenaschauer Bläser und die Mittelschüler mit dem von Walter Kohlhauf inszenierten Spiel von der Verkündigung an Maria bis zu den Hirten auf dem Weg zur Krippe genoss das Publikum am 07.12.2003 eine heiter-besinnliche Einstimmung auf die Weihnachtszeit. Als Moderatorin hatte Fred Kölbl erstmals Conny Glogger vom Bayerischen Rundfunk engagiert. Mit wohlgesetzten, kundig und lebhaft vorgetragenen Akzenten führte die Sprecherin durch das Programm.

2014

Zwei kostbare Stunden Weihnachtsfrieden hat der Miesbacher Trachtenverein am 06.12.2014 den Gästen seines Adventssingens im Waitzinger Keller geschenkt. Mit sechs Gruppen von Sängern und Musikanten sowie der Moderatorin Conny Glogger vom BR hatte Programmgestalter und Organisator Fred Kölbl zum letzten Mal wieder ein beeindruckendes Programm zusammengestellt. Aus Altersgründen gab Fred Kölbl sein Amt als Volksmusikwart des Trachtenvereins nach dem Frühjahrssingen 2015 ab. Das Hirtenspiel der Miesbacher Mittelschule unter der Leitung von Walter Kohlhauf rundete das Geschehen ab. Nach dem gemeinsamen Andachtsjodler klatschten die Besucher stehend minutenlang.

2015

Die Gesamtleitung übernahm ab 2015 Hans Erler. Unter dem Motto „Friede den Menschen“ führten ein Göttlicher Bote und der Hirte Simeon mit dem Hirtenspiel statt eines Moderators am 05.12.2015 durch das Geschehen. Walter Kohlhauf stellte die Texte, das Programm und das Hirtenspiel zusammen.

2016

Die Gesangs- und Instrumentalstücke wurden auch am 03.12.2016 vom weihnachtlichen Hirtenspiel begleitet. Regina Weber-Toepel stellte ihren Text vom Adventspiel unter das Thema „Dem Licht vertrauen“. Rudi Ritter übernahm die musikalische Beratung.

2017

„Von guten Mächten wunderbar geborgen“  war das Motto vom 20. Adventsingen am 09.12.2017. Susanne Sinhart-Dräxl ist sowohl als Solospielerin als auch als Begleiterin von Gesangsgruppen eine gefragte Harfinistin. Sie übernahm die musikalische Beratung.
(Fotos: Hirtenspiel, Hellbrunner Sänger, Wengerbochmusi)

2018

Mitwirkende waren am 08.12.2018 das Bläser Quintett der Musikkapelle Gaißach, die Flintsbacher Saitenbläser, das Buacheckerl Gitarrentrio, die 4-Klee-Musi mit dem Afelder Dreigsang aus der Wildschönau und dem Frauengesang Pomp-A-Dur aus Ortenburg in Niederbayern. Der Titel lautete: „Und sie machten sich auf den Weg“.

2019

Im Weihnachtsspiel am 07.12.2019 führte ein Blinder mit seinem Traum-Bericht durch die Szenen unter dem Motto: „…und sie sehen schon den Stern“. Regina Weber-Toepel schreibt und inszeniert die Geschichten selbst. Das Zusammenspiel der Musikanten, Sänger und Schauspieler harmonierte perfekt.

2020–2021

2020 und 2021 ist das Adventsingen wegen Corona ausgefallen.